Compsa, archäologische Stätte in Italien
Compsa ist eine archäologische Stätte einer römischen Stadt im heutigen Conza della Campania in der süditalienischen Region Kampanien. Freigelegt wurden Reste eines Forums, eines Amphitheaters, von Thermen sowie weiterer Bauwerke aus verschiedenen Epochen.
Compsa war zunächst eine Stadt der Hirpiner, eines samnitischen Volkes, bevor sie im 3. Jahrhundert v. Chr. unter römische Kontrolle geriet. Im Mittelalter wurde sie Bischofssitz, litt aber unter wiederholten Invasionen und Erdbeben, die ihre Entwicklung prägten.
Der Name Compsa leitet sich vom oskanischen Wort für Festung ab, was auf die strategische Lage der antiken Stadt auf einem Hügel hinweist. Heute kann man bei Führungen Mauerreste, Bodenmosaike und Inschriften besichtigen, die von einem dichten städtischen Leben zeugen.
Da sich das Gelände teilweise unter dem modernen Ortskern befindet, ist ein Besuch nur nach vorheriger Absprache mit der Gemeindeverwaltung von Conza della Campania möglich. Eine Führung ist empfehlenswert, da viele Überreste ohne Erklärung schwer einzuordnen sind.
Das Erdbeben von 1980 zerstörte den modernen Ort fast vollständig und legte dabei zufällig große Teile der antiken Schichten frei. Im Archäologiepark wurde später ein kleines Museum eingerichtet, in dem Mosaiken und Grabinschriften aus den darauffolgenden Grabungen zu sehen sind.
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