Altes Rathaus, Gotisches Verwaltungsgebäude in Bozen, Italien
Das Alte Rathaus steht in der Laubengasse 30, sein Erdgeschoss öffnet sich mit Arkaden zu den Lauben, ein rückwärtiger Trakt liegt an der Dr.-Streiter-Gasse. Ein öffentlicher Durchgang, ein Lichthof und eine spätgotische Loggia verbinden beide Teile. Den rückwärtigen Trakt errichtete 1597/98 der lombardische Baumeister Antonio Carlone in spätrenaissancezeitlichen Formen neu.
Am 24. Jänner 1455 verkaufte Jakob Kürschner aus Brixen das kurz zuvor abgebrannte, damals noch des von Vilanders haws genannte Haus an Bozen, das es als Rathaus adaptierte. Bis 1907 blieb es Sitz der Stadtverwaltung. Der rückwärtige Trakt wurde 1597/98 von Antonio Carlone neu errichtet; der im Zweiten Weltkrieg beschädigte Laubentrakt beherbergt seit 2001 das Stadtarchiv.
Der alte Ratssaal, 1597 mit emblematischen Fresken Georg Müllers aus Bamberg ausgestattet, diente zeitweise als Kino; nach behutsamer Sanierung finden dort heute Stadtvierteltreffen und Ziviltrauungen statt. Der darüberliegende historische Sitzungssaal des Tiroler Landtags bewahrt eine kunstvoll gearbeitete Holzdecke mit dem Tiroler Adler und dem Ehrenkränzel.
Das Alte Rathaus liegt unter den Lauben Nr. 30 und nicht an einem Platz; seine Passage verbindet die Laubengasse mit der Dr.-Streiter-Gasse, Zugang besteht von beiden Straßen. Das Haus beherbergt das Stadtarchiv und steht unter Denkmalschutz; der alte Ratssaal dient Ziviltrauungen und Stadtvierteltreffen, weshalb Räume bei Feiern geschlossen sein können.
Der rückwärtige Trakt an der Dr.-Streiter-Gasse, 1597/98 vom lombardischen Baumeister Antonio Carlone neu errichtet, birgt den alten Ratssaal mit Fresken von 1597 aus der Hand Georg Müllers aus Bamberg nach Motiven aus Ciceros Somnium Scipionis. Darüber liegt der frühere Sitzungssaal des Tiroler Landtags mit einer Holzdecke, die der Tiroler Adler mit Ehrenkränzel ziert.
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