Palais Campofranco, Kulturdenkmal in der Via della Mostra, Bozen, Italien.
Das Palais Campofranco ist ein Haus im Zentrum von Bozen zwischen Mustergasse und Waltherplatz, das seit 1952 unter Denkmalschutz steht. Sein Innenhof verbindet die beiden Straßen durch Tore in Ost- und Westrichtung. Der dem Waltherplatz zugewandte Trakt entstand im frühen 20. Jahrhundert nach Entwürfen der Münchner Architekten Alois und Gustav Ludwig; eine Restaurierung 2019–2021 ergänzte ein Untergeschoss und eine Dachterrasse.
Das Palais geht auf die florentinische Bankiersfamilie Botsch zurück, die um 1300 als Kaufleute und Geldverleiher nach Bozen kam und 1342 geadelt wurde. Nach dem Erlöschen der Botsch 1637 baute die Bozner Kaufherrenfamilie Mayrl das Haus 1764 zum Barock-Palais um. Erzherzog Rainer erwarb es 1848 als Ruhesitz und lebte darin bis zu seinem Tod 1853; benannt ist es nach seiner Enkelin, der Fürstin Campofranco, die es bis 1936 bewohnte.
Das Palais ist nach seiner Enkelin, der Fürstin Campofranco, benannt, die es bis 1936 bewohnte. Von den 1990er Jahren bis zum Beginn der Restaurierung wurde der Innenhof alljährlich als Teil des Bozner Christkindlmarktes geöffnet. Seit 2021 sind Teile des Gebäudes und der Innenhof ganzjährig als Geschäftsflächen und Gastronomie zugänglich.
Das Gebäude befindet sich in der Altstadt und ist leicht zu Fuß erreichbar mit Eingängen an mehreren Seiten. Besucher sollten wissen, dass verschiedene Geschäfte und Restaurants unterschiedliche Öffnungszeiten haben, daher ist es ratsam, im Voraus zu prüfen, bevor man einen bestimmten Ort aufsucht.
Der Ginkgo im Innenhof, zur Zeit der Restaurierung 2019–2021 rund 160 Jahre alt, war ein Geschenk Elisabeths von Österreich-Ungarn an ihren Onkel Heinrich. Bei den Tiefbauarbeiten wurde er mitsamt Erdreich eingefasst, was Kosten und Dauer des Projekts erhöhte.
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