Fradusta glacier, Berggletscher in Pale di San Martino, Italien
Der Fradusta-Gletscher ist ein Gletscher auf einem Hochplateau in den Pale di San Martino, einem Teil der Dolomiten in Norditalien. Er liegt auf etwa 2.650 m Höhe und ist von Felsen und Schuttmoränen umgeben, die das Schmelzwasser am Rand sammeln.
Im 20. Jahrhundert war der Fradusta-Gletscher einer der größten Gletscher der Dolomiten und bedeckte eine deutlich größere Fläche als heute. Seitdem hat er rund 90 Prozent seiner Eismasse verloren, was ihn zu einem der sichtbarsten Beispiele für den Gletscherschwund in der Region macht.
Der Gletscher ist heute ein wichtiger Ort für die wissenschaftliche Forschung und wird von lokalen Institutionen überwacht. Die regelmäßigen Messungen zeigen die Veränderungen der Eismasse und helfen, den Klimawandel zu verstehen.
Der Gletscher ist von San Martino di Castrozza aus mit einer Seilbahn bis zur Station Rosetta erreichbar, von der aus markierte Wanderwege weiterführen. Das Wetter auf dem Hochplateau kann sich schnell ändern, daher sind warme Kleidung und feste Schuhe empfehlenswert.
Unter dem Gletscher liegt Karstgestein, das sich unregelmäßig absetzt und an der Eisfront eine zerklüftete, zerbrochene Oberfläche entstehen lässt. An dieser Front ragt das Eis an manchen Stellen in einer Wand von etwa 10 m über den Schmelzwassersee.
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