Villa Marioni Pullè, Neoklassizistische Villa in Chievo, Verona, Italien.
Villa Marioni Pullè ist ein neoklassizistisches Anwesen in Chievo, das sich durch klassische architektonische Elemente wie gekrümmte und dreieckige Giebel, Säulen und gewölbte Galerien an der eleganten Fassade auszeichnet. Das Hauptgebäude von beträchtlicher Höhe wird von seitlichen Flügeln mit unterschiedlichen architektonischen Stilen flankiert.
Das Anwesen wurde zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert erbaut, als die Familie Fattori ihren kommerziellen Erfolg in Adelsstatus umwandelte und in den Bau dieses Gutshofs investierte. Die Villa durchlief verschiedene Phasen der Nutzung und des Eigentumswechsels während der folgenden Jahrhunderte.
Das Anwesen war ein Ort für Musikaufführungen, insbesondere unter der Herrschaft von Leopoldo Pullè im neunzehnten Jahrhundert. Konzerte fanden hier in einem speziell dafür errichteten Theater statt und machten das Haus zu einem kulturellen Treffpunkt.
Der Komplex ist vom Boden aus sichtbar und kann von außen besichtigt werden, wobei die verschiedenen Architekturstile und die Gesamtanlage gute Aussichten bieten. Am besten besucht man es tagsüber, um die Details der Fassade und die Proportionen der Flügel deutlich zu erkennen.
König Umberto I. von Savoyen übernachtete hier während Militärmanövern 1887 und erneut 1897 und verankerte damit ihre Verbindung zum italienischen Königshaus. Der Besuch eines Monarchen in dieser Zeit war eine Bestätigung des gehobenen sozialen Status der Familie.
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