HangarBicocca, Museum für zeitgenössische Kunst im Bicocca-Viertel, Mailand, Italien
HangarBicocca ist ein Museum für zeitgenössische Kunst in einem umgebauten Industriegebäude in Mailands Bicocca-Viertel. Die ehemalige Fabrik wurde behutsam in eine Ausstellungsfläche umgewandelt und bietet offene Räume mit hohen Decken für großformatige Kunstinstallationen.
Das Gebäude gehörte zur Società Italiana Ernesto Breda, dem 1886 vom aus Padua stammenden Ingenieur Ernesto Breda gegründeten lombardischen Maschinenbauunternehmen, das Eisenbahnwagen sowie Dampf- und Elektrolokomotiven baute. Die industrielle Produktion im Viertel Bicocca begann 1903 und lief zwischen 1980 und 1986 aus, als ein Stadterneuerungsprojekt anlief. Prelios, damals noch Pirelli RealEstate, kaufte das Gelände 2004 und machte daraus einen Ort für Gegenwartskunst; 2008 wurde daraus eine Stiftung.
Der Name HangarBicocca verbindet die hangarartigen Hallen mit dem Stadtviertel Bicocca. Der in den 1920er Jahren errichtete Shed zeigt noch Sichtziegel, doppelte Satteldächer und große Oberlichter; hier wurden Lokomotiven und Landmaschinen montiert. In den Navate sind im Boden unter Anselm Kiefers The Seven Heavenly Palaces die Schienen für Lokomotivtests zu sehen.
Das Museum ist von Donnerstag bis Sonntag für Besucher geöffnet und kostenlos zugänglich. Mit den Metrolinien M1 und M5 ist es leicht erreichbar, und die Räume sind für verschiedene Mobilitätsebenen gut zu navigieren.
In der Halle Navate sind am Boden noch die Spuren der Schienen zu sehen, auf denen Lokomotiven getestet wurden, rund um Anselm Kiefers Die Sieben Himmelspaläste. Die Installation von 2004 wurde im September 2015 um fünf große Leinwände erweitert.
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