Santa Maria del Rosario, Barockkirche in Palma di Montechiaro, Italien.
Die Chiesa di Maria Santissima del Rosario ist eine barocke Kirche in Palma di Montechiaro auf Sizilien, erbaut aus Steinblöcken aus dem Cassarino-Steinbruch. Die Fassade hat zwei Säulenordnungen und gebrochene Giebel, mit einem Mittelportal und zwei kleineren Portalen, die von Glockentürmen überragt werden. Das Innere hat drei Schiffe, ein Querschiff und eine Kuppel.
Die Kirche ersetzte die kleine, 1644 von Don Vincenzo Ottaviano gegründete und später abgerissene Kirche San Giuseppe; eine Kapelle ist noch dem heiligen Josef geweiht. Die Gründungsurkunde wurde am 2. Oktober 1666 beim Notar Giuseppe Cappello aus Licata unterzeichnet, finanziert von Giulio Tomasi, der ein Vermächtnis von tausend Unzen für die Vollendung hinterließ. Die Bauausführung lag bei Francesco Scicolone und dem Ingenieur Calogero Bennica aus Agrigent, die Fassade entwarf der Jesuit Angelo Italia. Die beiden Glockentürme wurden erst 1779 fertiggestellt.
Die Kirche bewahrt Reliquien, die Kardinal Sforza Pallavicini 1666 Carlo Tomasi schenkte, darunter die des heiligen Traspadano, sowie ein Stück des Schleiers der Jungfrau. In der ersten Kapelle links stehen eine von einer italoamerikanischen Familie gestiftete Fatima-Madonna und das Grab des Priesters und Astronomen Giovanni Battista Hodierna. Die erste Kapelle rechts enthält den Altar des heiligen Josef, der an die frühere Kirche erinnert.
Die Kirche steht oben an einer breiten Freitreppe, der Zugang erfolgt also zu Fuß und bergauf. Die Fassade blickt auf die tiefer gelegene Stadt; die beiden Glockentürme, erst 1779 vollendet, rahmen das Mittelportal. Im Inneren verschließt eine Marmorplatte in der Mitte des Hauptschiffs den Zugang zu den Katakomben unter dem Bau, die nicht besichtigt werden.
Die beiden Glockentürme der Fassade wurden erst 1779 vollendet, über ein Jahrhundert lang stand die Kirche ohne Campanili. Ihr Grundriss mit drei Schiffen, Querhaus und Kuppel auf einer breiten Freitreppe könnte späteren, nach dem Erdbeben von 1693 wiederaufgebauten Kirchen als Vorbild gedient haben, darunter die Kathedrale von Noto.
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