Santa Maria Capua Vetere Mithraeum, Unterirdischer römischer Tempel in Santa Maria Capua Vetere, Italien.
Das Mithräum von Santa Maria Capua Vetere ist ein unterirdischer römischer Tempel nahe dem campanischen Amphitheater. Eine Treppe führt zu einem schmalen Vorraum; rechts öffnet ein Bogen den apparitorium, links eine rechteckige Kammer von etwa 12 Metern Länge und 3 Metern Breite mit Tonnengewölbe und Lichtschächten. Steinbänke säumen die Wände, am Ende steht ein Altar vor dem Tauroctonie-Fresko. Das Gewölbe ist gelb bemalt mit grünen und roten sechszackigen Sternen, in deren Mitte jeweils eine glänzende Glaspaste sitzt.
Das Heiligtum wurde im 2. Jahrhundert erbaut und diente den Anhängern des Mithraskultes als geheimer Versammlungsort. Im Jahr 1922 entdeckten Archäologen den Ort wieder, wobei die Malereien und die Einrichtung weitgehend erhalten geblieben waren.
Der Name des Heiligtums leitet sich vom Gott Mithras ab, einer Gottheit, die besonders bei römischen Soldaten verehrt wurde. Wer heute den Raum betritt, sieht noch die langen Steinbänke entlang der Wände, auf denen die Gläubigen bei gemeinsamen Ritualmählern saßen.
Das Heiligtum befindet sich unter der Erde, die Räume sind eng und die Decken niedrig, daher sind festes Schuhwerk und etwas Vorsicht beim Bewegen empfehlenswert. Es lohnt sich, die Öffnungszeiten im Voraus zu prüfen, da der Zugang begrenzt sein kann und eine Führung vor Ort dabei hilft, die Bilder und den Grundriss besser zu verstehen.
Das Tonnengewölbe war auf gelbem Grund mit zahlreichen grünen und roten Sternen bemalt, in deren Mitte jeweils eine glänzende Glaspaste saß, die im Fackellicht wohl einen Sternenhimmel nachahmte. Außerdem fanden Archäologen an den Wänden seltsame Zeichen, die bis heute nicht entziffert sind.
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