Nostra Signora della Misericordia church, Katholische Kirche in Baranzate, Italien.
Die Kirche weist einen rechteckigen Grundriss von 14 mal 28 Metern mit Stahlbetonkonstruktion, transluzenten Glasplatten und zwei Meter über dem Bodenniveau erhöhten Fundamenten auf.
Die Kirche wurde 1956 bis 1957 mit privaten Spenden für das damals stark wachsende Baranzate nach Plänen von Angelo Mangiarotti und Bruno Morassutti mit Ingenieur Aldo Favini errichtet. Kardinal Montini erhob sie am 12. Juli 1958 per Dekret zur Pfarrei und weihte sie am 7. November 1958, wobei er sie angesichts der Kritik des Klerus an ihrer modernen Form als Sinnbild göttlichen Lichts deutete. 1979 beschädigte ein Brandanschlag sie; 1984-85 folgte der Glockenturm, 2014 endete die Restaurierung.
Das Gebäude veranschaulicht modernistische sakrale Architektur durch die Integration industrieller Bautechniken, minimale Verzierung und vorgefertigte Betonkomponenten, die präzise geometrische Formen im gesamten Innenraum schaffen.
Die Kirche befindet sich in der Via Conciliazione 22 in Baranzate und dient als aktiver Gottesdienstraum mit Führungen auf Anfrage für Besucher, die an architektonischen Innovationen interessiert sind.
Ursprünglich als Glaskirche bekannt, fungiert sie nach Sonnenuntergang als leuchtender Orientierungspunkt aufgrund ihrer transluzenten Außenpaneele, die Licht durch die Struktur hindurchlassen.
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