Santuario della Beata Vergine Addolorata, Renaissance-Heiligtum in Bergamo, Italien.
Das Santuario della Beata Vergine Addolorata ist ein Kirchengebäude in Bergamo mit Renaissance-Merkmalen, die sein Äußeres und Inneres prägen. Der Grundriss folgt klassischen Schemen mit Altar, Schiff und Seitenkapellen, die dem Betrachter vertraut sind.
Der Wallfahrtsort entstand aus einem Fresko der Schmerzensmutter, das Giovanni Giacomo Anselmi 1597 auf einem Haus nahe dem ponte della Stongarda malte. Am 18. August 1602 soll ein Stern mit drei Strahlen das verfallene Bild wiederhergestellt haben. Bischof Giovambattista Milani segnete am 11. Juli 1603 den ersten Stein; der nach Plänen von Bernardo Berlendis errichtete Bau wurde im Dezember 1605 vollendet und dem Kult geöffnet.
Jedes Jahr am 18. August wird die hölzerne Addolorata-Gruppe von Gerolamo Gallina in einer Prozession durch den Borgo Santa Caterina getragen, zum Gedenken an den Stern von 1602. Bei der Kirche steht die „crocetta“, eine Votivsäule mit einer Marmormadonna von Antonio Abbati, die am 24. Dezember 1615 gesegnet wurde und deren Sockel die Inschrift VULNERATUS CUSPIDE AMORIS trägt.
Das Santuario befindet sich in der Via Santa Caterina und ist von der Stadt aus leicht zu erreichen. Besucher sollten angemessene Kleidung tragen und ruhig sein, um den betenden Gläubigen Respekt zu zeigen.
Das wundertätige Fresko von 1597, gemalt von Giovanni Giacomo Anselmi, wurde mit der Strappo-Technik von der Hausfassade abgelöst und auf dem Hauptaltar des Neubaus angebracht. Eine Steinplatte über dem Westportal erinnert an die Grundsteinlegung 1603 durch Bischof Giovambattista Milani.
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