Acquedotto romano Acqui terme, Ruinen eines römischen Aquädukts in Acqui Terme, Italien
Das Acquedotto romano di Acqui Terme ist ein antikes römisches Wasserversorgungssystem in Acqui Terme, im Norden Italiens. Die erhaltenen Teile bestehen aus zwei Abschnitten aufgereihter Steinpfeiler mit Rundbögen, die früher einen Wasserkanal trugen.
Das Aquädukt wurde wahrscheinlich im 1. Jahrhundert nach Christus, möglicherweise unter Kaiser Augustus, erbaut, um die damalige Stadt Aquae Statiellae mit Wasser zu versorgen. Im späten 19. Jahrhundert wurden Teile der Pfeiler mit Ziegeln restauriert, um die verbleibenden Bögen zu sichern.
Der Begriff "Aquae Statiellae", der antike Name von Acqui Terme, verweist direkt auf das Wasser und die Thermen, die die Stadt seit jeher geprägt haben. Das Aquädukt versorgte einst die berühmten römischen Bäder der Stadt und bildete so das Herzstück des öffentlichen Lebens.
Der Standort ist jederzeit frei zugänglich, ohne Eintritt oder feste Öffnungszeiten. Die Brücke Ponte Carlo Alberto in der Nähe bietet einen guten Aussichtspunkt von oben auf die Bögen, und Fuß- sowie Radwege entlang der Ruinen ermöglichen es, die Anlage aus verschiedenen Blickwinkeln zu erkunden.
Die meisten Besucher sehen nur die sichtbaren Bögen, doch der Großteil des Systems verlief unterirdisch: Eine rund 12 km lange Röhre folgte dem Tal des Flusses Erro, bevor sie die Stadt erreichte. Am Ende wurde das Wasser in einem Becken, dem sogenannten castellum aquae, gesammelt und von dort auf Brunnen und Privathäuser verteilt.
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