San Pietro, Romanische und gotische Kirche in Terni, Italien
San Pietro ist eine Kirche in Terni mit einer Giebelfassade und den Resten eines gotischen Rosenfensters über dem Portal. Links steht ein quadratischer Glockenturm aus Ziegel und Stein mit Biforienfenstern. Der Innenraum hat ein einschiffiges Langhaus, einen rechteckigen Presbyterium und Fresken aus dem 13. und 14. Jahrhundert.
Am Standort befand sich ein arianischer Kultort, die Kathedrale San Pietro del Tirio, wo Papst Zacharias und der Langobardenkönig Liutprand 742 zusammentrafen. 1287 übergab Bischof Thomas die Kirche den Augustinern, die um 1300 den heutigen gotischen Bau begannen. Ein Erdbeben verursachte 1703 schwere Schäden und führte zu einem Wiederaufbau, der die ursprüngliche Struktur veränderte.
Die zweite Kapelle an der rechten Wand ist der heiligen Rita von Cascia gewidmet, die in Terni stark verehrt wird: Jedes Jahr am 22. Mai werden mehrere Messen gefeiert und den Gläubigen gesegnete Rosen ausgeteilt. Im Inneren ist die Grabplatte des Stefano Manassei, Podestà von Florenz und Geldgeber der Arbeiten des 15. Jahrhunderts, in die Wand eingelassen statt in den Boden.
Die Kirche ist als aktives Gotteshaus zugänglich und befindet sich in einer zentralen Lage, wo man die romanische und gotische Architektur von außen gut studieren kann. Das benachbarte ehemalige Kloster beherbergt heute eine Bildungseinrichtung, daher ist das Gelände während des Tages belebt.
Die Grabplatte von Stefano Manassei ist in die Wand eingelassen statt in den Boden, eine ungewöhnliche Anordnung. Er war Podestà von Florenz und finanzierte die Arbeiten des 15. Jahrhunderts an der Kirche, neben der der Palast seiner Familie, der Palazzo Manassei, stand.
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