Saint Valentine hermitage, Katholische Einsiedelei in Gargnano, Italien.
Das Heiligtum des Heiligen Valentin ist eine kleine Kapelle in den Alpen über Gargnano, die auf etwa 772 Metern Höhe an einer Felswand unter Zypressen liegt. Die weiß getünchte Struktur wirkt wie ein stilles Rückzugsort inmitten der Bergnatur mit Blick auf das Tal darunter.
Einheimische erbauten diesen Ort der Anbetung 1630, während sie Zuflucht vor einer Seuche suchten, die die Lombardei heimsuchte. Das Heiligtum wurde über Jahrhunderte hinweg von Mönchen und Eremiten bewohnt, bis der letzte Bewohner im 19. Jahrhundert den Ort verließ.
Die Kapelle zeigt ein Altarbild mit der Madonna und dem Kind sowie ein Porträt von Geremia Paladini, dem letzten Eremiten, der von 1849 bis 1865 dort lebte. Diese Darstellung bewahrt die Erinnerung an die Menschen, die diesen Ort über Jahrhunderte hinweg als spirituelles Zuhause nutzten.
Der Zutritt erfolgt über einen Waldweg vom Weiler Sasso aus und erfordert robuste Wanderschuhe sowie Wasservorräte für den Aufstieg. Eine frühe Ankunft am Morgen vermeidet die pralle Sonne auf dem Rückweg.
Der Ort inspirierte den österreichischen Schriftsteller Adalbert Stifter, dessen Novelle Le Due Sorelle von 1845 einen Charakter namens Alter Hieronymus enthält, der auf Geremia Paladini basiert. Diese literarische Verbindung verbindet ein entlegenes Bergheiligtum mit dem europäischen Kulturleben des 19. Jahrhunderts.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.