Ponte di Ganda, Steinbrücke in Morbegno, Italien.
Die Ponte di Ganda überspannt die Adda zwischen Morbegno und Civo mit drei Bögen, wobei der mittlere Bogen höher ist als die beiden seitlichen. Sie besteht aus großen Granitblöcken und hat ein eselsrückenartiges Profil. Seit 2014 ist sie für Autos gesperrt und nur für Fußgänger und Radfahrer geöffnet.
Der Bau erfolgte 1778 nach Entwürfen des Ingenieurs Francesco Bernardino Ferrari als Ersatz für eine frühere Struktur, die 1772 durch Hochwasser zerstört worden war. Mit dieser Rekonstruktion erhielt die Region wieder eine sichere Verbindung über den Fluss.
Der Name Ganda stammt aus dem lokalen Dialekt und bezeichnet steiniges, felsiges Gelände, wie es am Standort der Brücke vorkommt. Jahrhundertelang war sie der einzige stabile Übergang an der unteren Adda; venezianische Händler nutzten den San-Marko-Pass, Morbegno und diese Brücke als bevorzugten Weg für den Handel mit Nordeuropa.
Die Brücke ist seit 2014 ausschließlich für Fußgänger und Fahrradfahrer zugänglich und bietet eine direkte Verbindung zwischen den beiden Gemeinden. Das Gelände in dieser Gegend kann uneben sein, daher ist festes Schuhwerk empfehlenswert.
Der mittlere Bogen wurde speziell dimensioniert, um die Durchfahrt von Schiffen mit vollständig gesetzten Segeln zu ermöglichen, wie ein Ingenieursbericht von 1808 belegt. Dies zeigt, wie wichtig die Flussschifffahrt für die Region damals war.
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