Mescha-Stele, Archäologische Inschrift in Dhiban, Jordanien
Die Mesha-Stele ist eine monumentale Tafel aus dunklem Basaltstein, die in der jordanischen Siedlung Dhiban gefunden wurde und heute rund 100 cm hoch ist. Der obere Teil zeigt eine abgerundete Form, während die Vorderseite mit Zeilen alter Schriftzeichen bedeckt ist, die einst mit einem spitzen Werkzeug eingemeißelt wurden.
Ein deutscher Missionar stieß 1868 auf den Stein in einem Dorf östlich des Toten Meeres, kurz bevor Einheimische das Objekt in mehrere Teile zerbrachen. Die Inschrift selbst stammt aus dem 9. Jahrhundert v. Chr. und wurde im Auftrag eines Herrschers angefertigt, der seine militärischen Erfolge gegen ein benachbartes Königreich verewigen wollte.
Die Inschrift ist in einer alten semitischen Sprache verfasst, die heute nur noch von Spezialisten gelesen werden kann, und zeigt den Namen eines moabitischen Königs, der seinen Sieg über benachbarte Völker feierte. Besucher können die Buchstaben auf der Oberfläche erkennen, die trotz ihres Alters klar sichtbar in Reihen angeordnet sind.
Das Original wird im Louvre in Paris gezeigt, während Nachbildungen in mehreren jordanischen Museen zu sehen sind, darunter in Madaba und Karak. Besucher sollten bedenken, dass das Stück nur etwa 60 cm breit ist und in einer Vitrine steht, sodass man nah herangehen muss, um die Schriftzeichen zu erkennen.
Nach der Entdeckung versuchten französische und britische Gelehrte, Abdrücke der Inschrift zu nehmen, bevor die Einheimischen den Stein zerbrachen, um ihn als Baumaterial zu verwenden. Diese frühen Papierkopien halfen später dabei, die fehlenden Teile zu rekonstruieren, sodass der Text heute nahezu vollständig lesbar ist.
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