Umm er-Rasas, Archäologische Stätte und UNESCO-Weltkulturerbe nahe Madaba, Jordanien
Umm ar-Rasas ist eine archäologische Stätte südöstlich von Madaba mit Ruinen von Kirchen, Türmen und steinernen Strukturen, die sich über mehrere Ebenen innerhalb von befestigten Mauern aus römischen und christlichen Zeiten erstrecken. Die Überreste zeigen die Schichten einer Siedlung, die sich vom Militärlager zu einem religiösen Zentrum entwickelt hat.
Der Ort entstand als römische Militärgarison und entwickelte sich ab dem 5. Jahrhundert zu einer christlichen Stadt, die in biblischen Texten als Mephaat erwähnt wird. Diese Umwandlung spiegelt größere Veränderungen in der Region wider, als das Christentum zur vorherrschenden Religion wurde.
Die Kirche des heiligen Stephanus beherbergt ein Mosaik aus dem 8. Jahrhundert, das fünfzehn Städte der Region mit griechischen Inschriften zeigt und die Handelswege dieser Zeit abbildet. Das Mosaik war für Pilger ein wichtiger Orientierungspunkt und erzählt von den Orten, die aus christlicher Perspektive bedeutsam waren.
Der Ort liegt etwa 30 Kilometer südöstlich von Madaba und ist mit dem Auto leicht zu erreichen; es gibt Wege zwischen den Ruinen, aber einige Bereiche sind noch nicht vollständig erforscht. Besucher sollten mit unebenen Gelände rechnen und angemessene Kleidung und Wasser mitbringen, da es wenig Schatten gibt.
Zwei quadratische Türme nördlich der Hauptanlage dienten als Plattformen für Einsiedler, die auf Säulen lebten und eine extremer Form der frühen christlichen Askese folgten. Diese Säuleneremiten waren in der Region bekannt und anzogen Pilger, die ihre spirituelle Hingabe sehen wollten.
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