Hōryū-ji, Buddhistischer Tempel in Ikaruga, Japan
Hōryū-ji ist ein buddhistischer Tempelkomplex in Ikaruga, der mehr als 40 Holzgebäude umfasst, darunter eine fünfstöckige Pagode und die Goldene Haupthalle. Innen stehen alte Buddhastatuen auf Podesten, umgeben von verblichenen Wandmalereien, die Szenen aus dem Leben Buddhas zeigen.
Prinz Shōtoku und Kaiserin Suiko gründeten die Anlage im Jahr 607, um den Buddhismus im Land zu fördern und ein spirituelles Zentrum zu schaffen. Ein Brand zerstörte Teile der ursprünglichen Gebäude im späten 7. Jahrhundert, doch die Wiederherstellung folgte rasch und bewahrte die frühe Bauweise aus der Asuka-Zeit.
Mönche führen noch heute regelmäßig Zeremonien in den historischen Hallen durch, während Gläubige Räucherstäbchen anzünden und still vor den alten Statuen verweilen. An bestimmten Tagen öffnet sich die Schatzkammer und zeigt jahrhundertealte liturgische Textilien, geschnitzte Holzfiguren und bemalte Schriftrollen, die normalerweise außer Sichtweite bleiben und von Priestern gehütet werden.
Das Gelände öffnet täglich am Morgen und schließt am späten Nachmittag, wobei die Öffnungszeiten im Winter etwas kürzer ausfallen. Besucher können die meisten Gebäude von außen betrachten, während einige Hallen nur an besonderen Tagen für das Publikum zugänglich sind.
Die Pagode steht auf einem massiven Fundament aus gestapelten Steinen, doch ihre Holzsäulen ruhen nicht direkt auf dem Boden, sondern auf flachen Steinplatten, die Erdbebenbewegungen dämpfen. Diese Technik ermöglicht es dem Turm, sanft zu schwingen, wenn der Boden sich bewegt, wodurch Risse im alten Holz vermieden werden.
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