Rikuzentakata, Küstenstadt in der Präfektur Iwate, Japan
Rikuzentakata ist eine Küstenstadt in der Präfektur Iwate im Nordosten von Honshu, die sich zwischen dem Pazifik und bewaldeten Bergen erstreckt. Die Stadt verfügt über eine flache Ebene am Meer, mehrere Flussmündungen und Hügel im Hinterland, die den Blick auf das Wasser freigeben.
Das Gebiet wurde bereits in der Jōmon-Zeit vom Volk der Emishi bewohnt, bis es in der Edo-Zeit unter die Herrschaft des Date-Klans fiel. Die heutige Stadt erhielt 1955 ihren offiziellen Status, nachdem mehrere Dörfer zu einer Verwaltungseinheit zusammengelegt worden waren.
Der Name bedeutet "Land vor dem hohen Hügel" und verweist auf die Lage zwischen Gebirge und Meer, wo Fischerei und Landwirtschaft jahrhundertelang eng miteinander verbunden waren. Fischer bringen noch heute ihren Fang in die örtlichen Häfen, während die Gemeinde den Wiederaufbau nach der Katastrophe von 2011 als gemeinsame Aufgabe begreift.
Der Zugang erfolgt über den JR Tohoku Shinkansen bis Bahnhof Ichinoseki, dann weiter per Regionalzug und Bus in Richtung Küste. Die Wege im Stadtzentrum sind breit und eben angelegt, da das Gelände nach 2011 neu gestaltet wurde.
Das gesamte Stadtzentrum wurde nach dem Tsunami von 2011 um mehr als 10 Meter angehoben, wodurch eine der größten Erdbewegungen in der japanischen Stadtplanung entstand. Besucher können die neuen Straßen auf der erhöhten Ebene gehen und von dort aus auf die frühere Küstenlinie hinunterblicken.
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