Ōmihachiman, Historische Handelsstadt in Shiga, Japan
Omihachiman ist eine Stadt in der Präfektur Shiga, die sich vom östlichen Ufer des Biwa-Sees bis zu den Ausläufern der Suzuka-Berge erstreckt. Die Altstadt bewahrt ein erhaltenes Viertel mit Kanälen, weißgetünchten Lagerhäusern aus dem 17. Jahrhundert und engen Gassen, die von hohen Steinmauern gesäumt sind.
Die Stadt entstand als Poststation an der Tosando-Straße, die Tokio und Kyoto verband. Während der Edo-Zeit gründete ein lokaler Kaufmann hier eine Handelszentrale, die sich auf Textilien und Arzneimittel spezialisierte und Niederlassungen in anderen Städten eröffnete.
Der Name der Stadt leitet sich von Hachiman ab, einer Shinto-Gottheit, die einst als Schutzpatron für Händler verehrt wurde. Heute ziehen Besucher auf traditionellen flachen Booten durch die schmalen Kanäle des alten Händlerviertels, begleitet von Bootsführern in historischer Kleidung.
Die JR-Biwako-Linie und die Ohmi-Eisenbahn verbinden die Stadt mit Kyoto und Osaka, mit Zügen, die tagsüber etwa alle dreißig Minuten fahren. Das Kanalviertel lässt sich gut zu Fuß erkunden, und an mehreren Stellen entlang des Wassers kann man Fahrräder mieten.
Im März findet das Sagicho-Feuerfest statt, bei dem große Figuren aus Stroh und Papier durch die Gassen getragen und anschließend zeremoniell verbrannt werden. Eine lokale Brauerei bietet handgefertigtes Sake an, das nach einer Methode hergestellt wird, die ursprünglich von den Handelshäusern entwickelt wurde, um auf langen Reisen haltbar zu bleiben.
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