Shimokitazawa, Alternatives Modeviertel in Setagaya, Tokio, Japan
Shimokitazawa ist ein eng bebautes Wohnviertel in Setagaya mit schmalen Gassen, in denen sich Vintage-Läden, unabhängige Plattengeschäfte, kleine Theater und Cafés aneinanderreihen. Die meisten Straßen sind für Autos kaum passierbar und schaffen so ein fußgängerfreundliches Labyrinth aus Geschäften und Restaurants.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wandelte sich die Gegend von Ackerland in ein Wohngebiet, als viele Menschen aus dem zerstörten Zentrum Tokios hierher zogen. In den 1970er Jahren zogen Studierende und Künstler die niedrigen Mieten an, was zur Entstehung einer alternativen Szene führte.
Das Viertel trägt seinen Namen von der Lage am unteren Teil des Flusses Kitazawa, der heute unterirdisch fließt. Viele Geschäfte und Cafés nutzen den begrenzten Raum durch mehrstöckige Gebäude, wobei oft die oberen Stockwerke zu kleinen Galerien oder Bars führen.
Die Haupteinkaufsstraßen liegen wenige Schritte von beiden Bahnhofseingängen entfernt und sind tagsüber am ruhigsten, da abends und am Wochenende mehr Besucher kommen. Viele Geschäfte öffnen erst am Nachmittag, daher eignet sich der späte Nachmittag gut für einen Rundgang.
Jeden Februar findet im Viertel ein mehrtägiges Theaterfestival statt, bei dem kleine Truppen kostenlose Straßenaufführungen geben. Die Konzentration von Secondhand-Kleidung ist so hoch, dass manche Straßen fast ausschließlich aus solchen Geschäften bestehen.
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