Nagoya Castle, Japanische Burgruine in Karatsu, Japan
Die Burgruine Nagoya liegt auf mehreren Hügeln der Halbinsel Hatonosaki in der Präfektur Saga und zeigt noch heute Steinmauern, Fundamente und Reste von Gräben. Die Anlage erstreckt sich über etwa 17 Hektar und umfasst mehrere Ebenen, die durch Treppen und Pfade zwischen den Erhebungen miteinander verbunden sind.
Die Burg entstand 1591 auf Befehl von Toyotomi Hideyoshi als Ausgangspunkt für die geplante Invasion Koreas und wurde innerhalb weniger Monate fertiggestellt. Nach dem Scheitern der Kampagne geriet die Befestigung außer Gebrauch, und im Jahr 1638 ordneten die Behörden den Abriss des fünfstöckigen Hauptturms an.
Der japanische Name bedeutet wörtlich "vorgeschobenes Basislager" und weist auf die militärische Funktion hin, Truppen und Vorräte für Überseekampagnen zu sammeln. Innerhalb der Ringmauer organisierten die Bauherren separate Wohnbereiche für Generäle, sodass jeder Kommandant mit seiner eigenen Mannschaft innerhalb der befestigten Hügel lagern konnte.
Der Weg über die Hügelanlage führt durch mehrere Ebenen und erfordert ein wenig Ausdauer beim Treppensteigen. Ein Museum zeigt Funde aus der Ausgrabung und steht Besuchern täglich ohne Eintrittspreis offen.
Archäologen fanden während der Grabungen Keramikscherben aus Korea und China, die auf einen regen Handel während der Bauzeit hinweisen. Der im 17. Jahrhundert angelegte Kiefernwald auf den Hügeln diente dazu, die Ruine vor neugierigen Blicken zu verbergen und ihre militärische Wiederverwendung zu verhindern.
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