Ikoma Shrine, Shinto-Schrein in Ichibuchō, Japan
Das Ikoma-Heiligtum, formal Ikomaniimasu-Ikomatsuhiko Jinja, vereint sieben verbundene Kasuga-zukuri-Schreine unter einem Dach, deren Giebel nach vorn weisen. Der Hauptbau steht auf einem Steinsockel mit dunklem Ziegeldach, offener Holzfassade, weißen Feldern über den Querbalken und einem Holzgeländer; links steht ein niedrigerer Bau mit verziertem Giebel hinter einer niedrigen Steinmauer. Ein steinernes Torii mit gedrehtem Strohseil und vier Papierstreifen krönt eine kurze Treppe mit breiten Stufen.
Das Sokoku-Fudoki belegt, dass der Schrein bereits 458 bestand, als der Berg Ikoma selbst Gegenstand der Verehrung war. 859 erwähnt das Nihon Sandai Jitsuroku die Verleihung des Unteren Fünften Rangs, Oberstufe, an Ikomatsu-Hikohiko-no-Kami, und das Engishiki von 972 führt ihn als Kanpei-taisha des Kreises Heguri, Provinz Yamato, mit monatlichen und Ernteopfern. In der Kamakura-Zeit kamen fünf Hachiman-Gottheiten zu den zwei ursprünglichen Kami hinzu, sodass es sieben wurden; die Trennung von Buddhismus und Shinto in der Meiji-Zeit hob seine elf Jingū-ji auf, und der Schrein wurde Präfekturschrein.
Der Schrein ist mit dem Feuer verbunden: Sein heiliges Holz, Hahaka genannt (die heutige Uwamizuzakura-Kirsche), wurde für das Daijōsai-Thronbesteigungsritual an den Hof gesandt. Beim Oktoberfest Hi-matsuri laufen junge Männer mit Fackeln die Steintreppe hinunter; die Präfektur Nara führt es als immaterielles Volkskulturgut. Aus der Zeit der Vermischung von Buddhismus und Shintō stammt eine Kannondō-Halle mit einer elfgesichtigen Kannon-Statue, die Unkei zugeschrieben wird.
Der Schrein liegt in Ichibuchō, wenige Gehminuten vom Bahnhof Ichibu der Kintetsu-Ikoma-Linie entfernt; der Zugang führt über ein steinernes Torii am Ende einer breiten Steintreppe. Mit dem Auto erreicht man ihn über die Ikomayama-Umgehung der Route 168 oder die Ausfahrt Ikomayama der mautpflichtigen Daini-Hanna-Straße.
Das Reibholz (hikiriki) für das Daijōsai, den Inthronisationsritus, stammte von diesem Schrein und wurde aus dem hahaka gewonnen, das mit dem heutigen uwamizuzakura (Prunus grayana) gleichgesetzt wird. Texte wie das Kitayamashō und das Genyōki nennen die Gottheit des Schreins „Hikiriki-no-kami“; den Werkstoff für das Daijōsai Kaiser Akihitos lieferte der Schrein.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.171 Mitwirkenden weltweit.