Nangū Taisha, Shinto-Schrein in Tarui, Japan
Nangū Taisha ist ein bedeutendes Heiligtum am Fuß des Berges Nangu in der Stadt Tarui in der Präfektur Gifu. Das Gelände umfasst achtzehn einzelne Holzbauten aus der Edo-Zeit, darunter mehrere Gebetshallen, Tore und Lagerhäuser, die als nationale Kulturgüter geschützt sind.
Die ursprüngliche Anlage wurde während der Schlacht von Sekigahara im Jahr 1600 vollständig niedergebrannt. Der Wiederaufbau erfolgte ab 1642 auf Anordnung des Shoguns Tokugawa Iemitsu, wobei die heutigen Strukturen aus dieser Zeit stammen.
Der Name des Heiligtums verweist auf seine Lage südlich des kaiserlichen Palasts in Kyoto, was ihm historisch den Status eines südlichen Schutztempels verleiht. Besucher sehen heute eine weitläufige Anlage mit mehreren Gebäuden in traditioneller roter Lackierung, die zwischen hohen Zedern und Steinlaternen verteilt sind.
Der Zugang erfolgt am einfachsten über einen kurzen Spaziergang vom Bahnhof Tarui, der etwa einen Kilometer nordöstlich liegt. Das Gelände ist tagsüber frei zugänglich und bietet Parkplätze sowie einen Wanderweg hinauf zum Berghang.
Die Gebäude folgen einem festgelegten Erneuerungszyklus von einundfünfzig Jahren, bei dem traditionelle Handwerkstechniken durch regelmäßige Instandsetzung bewahrt werden. Diese Praxis erlaubt es, jahrhundertealte Bauweisen an neue Generationen von Zimmermännern weiterzugeben.
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