Shinji-See, Ramsar-Feuchtgebiet in der Präfektur Shimane, Japan
Der Shinji-See ist ein Brackwassersee in der Präfektur Shimane, der sich über 17 Kilometer von Osten nach Westen und etwa sechs Kilometer von Norden nach Süden erstreckt. Er ist durch die Nakaumi-Lagune mit dem Japanischen Meer verbunden und bildet ein geschütztes Feuchtgebiet mit flachen Uferzonen und weiten Wasserflächen.
Dieser See entstand vor etwa 10.000 Jahren, als Sandbänke die östlichen und westlichen Seiten der Shimane-Halbinsel verbanden, die ursprünglich eine Insel war. Im Laufe der Jahrhunderte verwandelte sich die Küstenlandschaft durch natürliche Ablagerungen in die heutige Form mit Lagunen und Verbindungen zum offenen Meer.
Einheimische Fischer sammeln hier täglich Muschelarten ein, die später in regionalen Suppen und Eintöpfen serviert werden. Diese Muschelart hat sich zu einem Wahrzeichen der örtlichen Küche entwickelt und prägt den kulinarischen Ruf der gesamten Präfektur.
Ausflugsboote fahren in der Nähe des Bahnhofs Matsue ab und bieten 50-minütige Rundfahrten über die Wasserfläche an. Die beste Zeit für einen Besuch ist der frühe Morgen oder späte Nachmittag, wenn Zugvögel an den Ufern rasten und das Licht sanfter wird.
Das Wasser hier beherbergt sowohl Süßwasser- als auch Meereslebewesen, da der Salzgehalt zwischen den beiden Extremen liegt. Bis zu 240 Vogelarten wurden an diesem Gewässer gesichtet, was es zu einem wichtigen Rastplatz für Zugvögel macht.
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