Higashishirakawa, Ort in der Präfektur Gifu, Japan
Higashishirakawa ist ein Dorf in der zentralen Region der Präfektur Gifu, das von über 1000 Meter hohen Bergen umgeben ist und hauptsächlich aus Waldbestand besteht. Das Dorf erstreckt sich über etwa 87 Quadratkilometer, wobei die weniger als 2000 Einwohner über Farmen und kleinere Siedlungen verteilt leben und sich hauptsächlich der Landwirtschaft und Forstwirtschaft widmen.
Das Dorf wurde 1889 in seiner heutigen Form gegründet, nachdem Japan seine Verwaltungsstruktur modernisierte, und reicht zurück auf die Provinz Mino während der Edo-Zeit. Ein bemerkenswerter Aspekt ist, dass Higashishirakawa heute das einzige Dorf in Japan ist, das keine buddhistische Tempel besitzt, was auf eine frühe Periode der Modernisierung zurückgeht, als viele religiöse Orte geschlossen wurden.
Higashishirakawa ist geprägt vom Shintoismus, einer Religion, die eng mit der Natur verbunden ist und sich in den zahlreichen kleinen Schreine widerspiegelt, die das Dorf verteilen. Die Bewohner leben nach traditionellen Bräuchen, nehmen an lokalen Festen teil und bewahren durch Handwerk, lokale Küche und Geschichten die kulturelle Kontinuität ihrer Generation weiter.
Das Dorf hat keinen Bahnhof, daher sind Autos oder Busse die Hauptverkehrsmittel für Besucher und Einwohner, wobei die Nationale Route 256 als Zugang dient. Besucher sollten sich auf eine ruhige, ländliche Umgebung einstellen, in der Dienste begrenzt sind und die meisten Aktivitäten im Freien wie Angeln und Wandern konzentriert sind.
Higashishirakawa ist berühmt für das jährliche Tsuchinoko-Festival, bei dem Einwohner und Besucher in den Wäldern nach einer legendären kreaturartigen Schlange suchen, die in lokalen Mythologien seit Generationen erzählt wird. Diese ungewöhnliche Tradition zeigt, wie das Dorf lokale Geschichten lebendig hält und Menschen zusammenbringt, um gemeinsam an diesem spielerischen Abenteuer teilzunehmen.
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