Sannai-Maruyama, Archäologische Stätte in Aomori, Japan.
Sannai-Maruyama ist ein weitläufiger Ausgrabungsort auf einer Flussterrasse in der Präfektur Aomori, wo Reste einer großen Jomon-Siedlung freigelegt wurden. Das Gelände zeigt rekonstruierte Wohngruben mit Pfostenstrukturen, überdachte Schutzhallen über originalen Ausgrabungsbereichen und Lagerbauten, die einen Einblick in die Lebensweise vor mehr als 5000 Jahren geben.
Die Siedlung entstand um 3900 vor Christus in der Jomon-Periode und wurde etwa 1700 Jahre lang bewohnt. Archäologen begannen 1992 mit systematischen Ausgrabungen, nachdem das Areal für ein Baseballstadion geplant war.
Der Name stammt vom nahen Dorf Sannai und von den runden Erdvertiefungen, die Archäologen hier entdeckten. Besucher sehen heute originalgetreue Nachbauten mit reetgedeckten Dächern und erfahren, wie Bewohner der Jomon-Zeit in Erdhütten lebten und Werkzeuge aus Stein und Holz verwendeten.
Die Anlage liegt nördlich des Stadtzentrums und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Das Besucherzentrum bietet Informationstafeln auf Japanisch und Englisch, und Führungen helfen dabei, die verschiedenen Ausgrabungszonen zu verstehen.
Die Ausgräber fanden Spuren von über 600 Müllhaufen, die zeigen, wie die Bewohner ihre Abfälle entsorgten und organisch verwerteten. Diese Abfallgruben enthielten Reste von Nüssen, Fischgräten und Tierknochen, die Aufschluss über die damalige Ernährung geben.
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