Nankan, Ort in der Präfektur Kumamoto, Japan
Nankan ist eine kleine japanische Stadt im Tamana-Distrikt der Präfektur Kumamoto auf der Insel Kyushu. Die Stadtlandschaft besteht aus offenen Feldern, niedrigen Wohnhäusern mit Ziegeldächern und kleinen Läden entlang ruhiger Straßen.
Das Gebiet, das heute Nankan bildet, gehörte einst zur alten Provinz Higo und diente als Durchgangsstation für Händler und Reisende auf dem Weg zwischen den Regionen Kyushus. In der Edo-Zeit war es Teil der Domäne Kumamoto und entwickelte sich zu einem lokalen Verwaltungszentrum, bevor es Ende des 19. Jahrhunderts zu einer modernen Gemeinde wurde.
Nankan ist vor allem für seine handgemachten Sōmen-Nudeln bekannt, die hier seit Generationen auf traditionelle Weise hergestellt werden. In einigen kleinen Werkstätten im Ort kann man den Handwerkern beim Strecken und Trocknen der dünnen Nudeln zusehen und sie anschließend probieren.
Nankan liegt direkt an einer Autobahnausfahrt auf der Strecke zwischen Kumamoto und Fukuoka, was die Anreise mit dem Auto sehr einfach macht. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln reist, kann den Ort mit Bus- oder Zugverbindungen von beiden Städten aus erreichen.
In einer der Werkstätten in Nankan arbeitet eine Handwerkerin, die zur neunten Generation ihrer Familie gehört, die Nudeln nach derselben Methode herstellt. Die Technik des Streckens und Trocknens der Nudeln hat sich seit über 3 Jahrhunderten kaum verändert.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.