Hachiōji Castle, Bergschloss in Hachioji, Japan
Diese Bergfestung erhebt sich über dem Tal von Hachioji und breitet ihre Anlagen auf mehreren Terrassen aus, die durch schmale Wege und Steinmauern gegliedert sind. Heute erkennt man die Gräben und Wallanlagen noch gut, während einzelne Fundamente unter dem Laubdach aus Ahorn und Eiche hervortreten.
Die Anlage entstand im späten 16. Jahrhundert als Bollwerk gegen westliche Feldzüge und fiel nach kurzer Belagerung in die Hände einer Streitmacht aus dem Süden. Nach der Einnahme verlor sie rasch an Bedeutung und verfiel über die Jahrhunderte.
Der Name ehrt Hachiman, einen Kriegsgott aus alter Zeit, dessen Schrein heute nahe den Ruinen steht. Wanderer besuchen beide Orte und verbinden so den Aufstieg mit einem Moment der Stille vor den hölzernen Torii.
Vom Bahnhof Takao bringt dich ein Bus bis zur Haltestelle am Friedhof, von wo ein Pfad in etwa zwanzig Minuten bergauf zum Gipfel führt. Der Weg kann nach Regen rutschig werden, daher empfiehlt sich festes Schuhwerk und ausreichend Wasser für den Aufstieg.
Ausgrabungen in den sechziger Jahren brachten kleine Tonkugeln zum Vorschein, die als Geschosse für Schleudern dienten und eine frühe Form des Fernkampfes zeigen. Unter den Funden lag auch ein sechseckiger Stein, dessen Zweck bis heute nicht endgültig geklärt ist.
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