Sentō-Palast, Kaiserlicher Ruhesitzpalast in Kyoto, Japan
Der Sentō-Kaiserpalast ist ein weitläufiger Rückzugssitz in Kyoto, dessen heutige Anlage vor allem aus Gartenlandschaften mit Teichen und Brücken besteht. Die beiden Teiche sind durch einen Kanal verbunden, über den sechs Brücken unterschiedlicher Bauart führen und so verschiedene Blickpunkte bieten.
Kaiser Go-Mizunoo ließ diese Anlage ab 1630 für seinen Ruhestand errichten, nachdem er zugunsten seiner Tochter abgedankt hatte. Die Hauptgebäude brannten 1854 nieder und wurden nie wieder aufgebaut, sodass heute nur noch die Gärten und zwei Teehäuser erhalten sind.
Besucher dürfen das gesamte Gelände nur im Rahmen einer Führung erkunden, bei der sie die Gartenanlagen und die noch erhaltenen Teepavillons besichtigen können. Die Bezeichnung Sentō bezieht sich auf den Rückzugsort für frühere Herrscher, die nach ihrer Abdankung hier ein ruhiges Leben in der Hofgesellschaft führten.
Der Zugang ist nur im Rahmen einer offiziellen Führung möglich, für die man sich vorab bei der Verwaltung der kaiserlichen Güter anmelden muss. Audioführungen in mehreren Sprachen stehen zur Verfügung und erleichtern ausländischen Besuchern das Verständnis der Anlage.
Die beiden Teehäuser Seika-tei und Yushin-tei überlebten als einzige Bauten den Brand und zeigen unterschiedliche Dachformen sowie Stile der Teezeremonie-Architektur. Die Wanderwege führen ganz nah an diesen Pavillons vorbei und erlauben einen guten Einblick in ihre Gestaltung.
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