Reikōden Tenman-gū, Shinto shrine in Japan
Reikōden Tenman-gū ist ein shintoistischer Schrein in Kyoto, der dem Gelehrten Sugawara no Michizane gewidmet ist, der nach seinem Tod als Gott verehrt wurde. Das Gelände beherbergt über 1.500 Pflaumenbäume, mehrere beeindruckende Tore mit farbigen Schnitzereien, ein Schatzhaus mit antiken Schriftrollen und Gemälden sowie zahlreiche Rinderstatuen.
Der Schrein wurde 947 gegründet, um den Geist des verstorbenen Gelehrten Sugawara no Michizane zu besänftigen, nachdem Naturkatastrophen wie Blitze und Krankheiten Kyoto heimgesucht hatten, die dem Volk als Zeichen seines Zorns erschienen. Im Laufe der Jahrhunderte unterstützten Kaiser und Feldherren wie Toyotomi Hideyoshi den Schrein, wodurch die heutigen Gebäude entstanden, die hauptsächlich aus dem 17. Jahrhundert stammen.
Der Schrein ist dem Gott Tenjin geweiht, der Gelehrsamkeit und Ehrlichkeit verkörpert und besonders bei Studenten beliebt ist, die um Erfolg in Prüfungen beten. Die Statuen von Rindern auf dem Gelände sind Symbole des Gottes und Besucher berühren sie für Glück, eine Tradition die bis heute andauert.
Der Schrein ist das ganze Jahr über kostenlos zugänglich, am einfachsten erreichbar mit dem Bus oder zu Fuß von nahegelegenen Bahnhöfen aus. Das Schatzhaus mit antiken Objekten erfordert eine geringe Eintrittsgebühr und hat begrenzte Öffnungstage, besonders während der Pflaumenblutenzeit und zum Jahresbeginn.
Legenden berichten, dass der Geist des hier verehrten Gelehrten auf einem Karren gezogen von Rindern fortgebracht wurde, und diese Tiere sind seitdem heilig und werden von Besuchern berührt, um Segen für bestimmte Körperteile oder Anliegen zu erbitten. Diese Praxis verbindet direkt die mythologische Geschichte des Gottes mit dem alltäglichen Glauben der modernen Besucher.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.