Sakitama-Kofungruppe, Grabkomplex aus der Kofun-Zeit in Gyoda, Japan
Die Sakitama-Kofun-Gruppe ist ein Feld alter Grabhügel in Gyōda, Japan, mit neun großen Anlagen in einem öffentlichen Park am Ufer eines Flusses. Acht davon haben die Form eines Schlüssellochs, einer gleicht einem Kreis, und alle erheben sich als bewaldete Hügel aus der flachen Ebene.
Zwischen dem Ende des fünften und dem siebten Jahrhundert entstanden, markieren diese Grabhügel das letzte Kapitel der ostasiatischen Bestattungstradition für Herrscher. Die Bauweise verschwand danach, als neue Vorstellungen über Gräber und Macht Wurzeln schlugen.
Einheimische nutzen den Park heute zum Spazierengehen und Picknicken zwischen den mit Bäumen bewachsenen Hügeln. Besucher können in den Werkstätten Nachbildungen alter Tonfiguren selbst anfertigen und so ein Handwerk nachvollziehen, das vor Jahrhunderten hier lebendig war.
Der Park bietet einen Parkplatz für Dutzende Fahrzeuge, Rasenflächen mit Bänken zum Ausruhen und einen Zugang über die Wanderwege, die zwischen den Hügeln verlaufen. Ein Museum neben dem Gelände zeigt Funde und erklärt die Grabformen im Detail.
Ein Schwert aus Eisen, das in einem der Gräber gefunden wurde, trägt eine eingelegte Inschrift in Gold und gilt als eines der ältesten Schriftzeugnisse Japans. Die Zeichen erzählen vom Besitzer und seiner Stellung, lange bevor Papier weit verbreitet war.
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