Turkana-See, Salzsee in Nordkenia und Äthiopien.
Der Turkanasee ist ein Salzsee im nördlichen Kenia und im südlichen Äthiopien, der sich über 249 Kilometer erstreckt und an seiner breitesten Stelle 44 Kilometer misst. Er bildet das größte permanente Gewässer dieser Art in einer Wüstenregion und liegt in einem tektonischen Graben, der von kargen Hügeln und Vulkanen umgeben ist.
Europäische Entdecker gaben ihm 1888 den Namen Lake Rudolf zu Ehren des österreichischen Kronprinzen, bevor Kenia ihn später in Turkana umbenannte. Der See bildete sich vor Jahrtausenden im Ostafrikanischen Graben und diente seitdem den umliegenden Gemeinschaften als Wasserquelle.
Die Turkana sprechen von Anam Ka'alakol und nutzen das Gewässer seit langem als Lebensgrundlage für ihre Gemeinschaften. Heute sieht man entlang der Ufer kleine Siedlungen, in denen Fischer ihre Netze auslegen und den Fang auf einfachen Holzgestellen trocknen.
Das Wasser ist alkalisch und nicht zum Trinken geeignet, daher sollten Reisende genug Trinkwasser mitbringen. Der Zugang ist meist über Erdstraßen möglich, die bei Regen schwer passierbar werden, und die intensiven Temperaturen erfordern Sonnenschutz und ausreichend Flüssigkeit.
Drei Vulkaninseln erheben sich aus dem Wasser, wobei Central Island aktive Krater birgt, die noch heute Dampf und gelegentlich Asche ausstoßen. Die Uferlinien ändern sich langsam, da das Becken keinen Abfluss besitzt und Verdunstung die einzige Form des Wasserverlusts darstellt.
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