Nationalparks am Turkana-See, Wüstensee-Nationalparks im nördlichen Kenia.
Die Lake Turkana National Parks bestehen aus drei Schutzgebieten rund um den größten alkalischen See Afrikas im Norden Kenias, umgeben von Vulkangestein und karger Wüstenlandschaft. Die Parks umfassen Seeuferbereiche, Vulkankegel und weite Ebenen, in denen Krokodile, Flusspferde und zahlreiche Vogelarten leben.
Die Region rund um den See ist seit Jahrtausenden besiedelt, und Fossilienfunde menschlicher Vorfahren haben sie zu einem zentralen Ort der Paläoanthropologie gemacht. Die Entdeckungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts veränderten grundlegend das Wissen über die frühe menschliche Evolution.
Die Turkana-Menschen, die am Ufer des Sees leben, fischen und hüten ihr Vieh auf traditionelle Weise, angepasst an die extreme Trockenheit der Region. Ihre Holzboote, Netze und Hütten aus Tierhäuten sind am Seeufer sichtbare Zeugnisse dieser Lebensweise.
Die abgelegene Lage im Norden Kenias bedeutet, dass Besucher ein geländegängiges Fahrzeug und ausreichend Vorräte mitbringen müssen, da die Straßen in der Region oft sehr holprig sind. Es empfiehlt sich, die Reise während der Trockenzeit zu planen, da die Wege in der Regenzeit schwerer befahrbar sind.
Das Wasser des Sees hat eine grünliche Färbung, die durch bestimmte Algenarten entsteht, weshalb der See den Spitznamen Jade Sea trägt. Diese Farbe ist bei ruhigem Wasser und tiefem Stand der Sonne besonders gut zu sehen.
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