Mount Marsabit, Alter Vulkangipfel im Marsabit County, Kenia.
Mount Marsabit ist ein erloschener Vulkan im Norden Kenias, der sich über eine dichte Bergwaldzone erhebt und auf seinem Gipfelbereich mehrere Kraterseen trägt. Er liegt innerhalb des Marsabit-Nationalparks und bildet eine deutlich sichtbare Erhebung inmitten der sonst flachen, trockenen Umgebung von Marsabit County.
Die Gegend um Mount Marsabit war seit Jahrhunderten ein wichtiger Anlaufpunkt für nomadische Völker der Region, da der Berg Wasser und Waldressourcen in einem ansonsten lebensfeindlichen Umfeld bietet. In den 1920er Jahren errichteten die amerikanischen Filmemacher Martin und Osa Johnson am Kratersee Lake Paradise eine Basis, von der aus sie Wildtierfilme drehten und die Gegend einem internationalen Publikum bekannt machten.
Der Berg ist für die Rendille und Borana von großer Bedeutung und wird für traditionelle Zeremonien genutzt. Die lokalen Gemeinschaften versammeln sich hier regelmäßig zu wichtigen kulturellen Feiern.
Der Berg liegt innerhalb des Marsabit-Nationalparks, für dessen Betreten ein Eintrittsentgelt anfällt und eine Fahranmeldung empfohlen wird, da die Wege schmal und bei Regen rutschig sein können. Wer zu den Kraterseen möchte, sollte ein Geländefahrzeug einplanen und warme Kleidung für die oberen Lagen mitbringen.
Obwohl der Berg mitten in einer der trockensten Regionen Kenias liegt, erzeugt er durch seinen Wald ein eigenes Mikroklima mit regelmäßigem Nebel und Regen, der die Krater füllt. Dieser lokale Wettereffekt macht ihn zu einer Wasserquelle für Wildtiere und Menschen weit über seine unmittelbare Umgebung hinaus.
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