Balasagun, archäologische Stätte in Kirgisistan
Balasagun ist eine archäologische Stätte in der Chuy-Region Kirgisistans, wo heute Ruinen einer antiken Stadt sichtbar sind. Das Gelände besteht aus verstreuten Steinen, niedrigen Fundamente von Gebäuden und dem bekannten Burana-Turm, der etwa 11 Meter hoch aufragt und einst als Minarett diente.
Die Sogdianer gründeten Balasagun als Handelsstadt und ersetzten die ältere Stadt Suyab. Im 10. Jahrhundert wurde sie die Hauptstadt des Kara-Khanid-Khanats, eines türkischen Staates, und erlebte ihre Blütezeit als wichtiger Knotenpunkt der Seidenstraße mit Märkten, Moscheen und Gläubigen verschiedener Religionen.
Der Name Balasagun stammt möglicherweise vom persischen Wort für 'Stadt mit großem Garten' ab. Heute können Besucher an diesem Ort die Vielfalt sehen, die einst dort herrschte: Sogdische, türkische und christliche Gemeinschaften lebten nebeneinander und hinterließen ihre Spuren in den Ruinen und Inschriften.
Das Gelände ist offen und leicht zu Fuß zu erkunden, mit ausreichend Platz zum Gehen zwischen den Ruinen und um die Burana-Tür herum. Die beste Zeit zum Besuch ist der späte Frühling oder frühe Herbst, wenn das Wetter mild ist und lange Spaziergänge angenehm sind.
Der Burana-Turm ist ursprünglich etwa 45 Meter hoch gewesen, wurde aber durch Erdbeben beschädigt und in den 1970er Jahren restauriert. Besucher können heute beim Besteigen des Turms von oben das gesamte Ruinengelände und die umgebenden Berge überblicken, was einen völlig anderen Blickwinkel auf die Ausmaße der einstigen Stadt eröffnet.
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