Truong Son, Gebirgskette in Ostindochina, Laos und Vietnam
Die Annamitenkette ist ein Gebirgszug im östlichen Indochina, der sich über 1100 Kilometer durch Laos und Vietnam erstreckt. Die östlichen Hänge fallen steil ab und treffen auf eine schmale Küstenebene, während die westlichen Seiten sanfter in das Mekong-Becken übergehen.
Die Bergkette bildete während der französischen Kolonialzeit und des Vietnamkriegs eine strategische Barriere, wobei der Ho-Chi-Minh-Pfad durch ihre Täler und Wälder verlief. Nach 1976 veränderten Umsiedlungsprogramme die Bevölkerungsstruktur in vielen Gebieten entlang der vietnamesischen Seite erheblich.
Der Name stammt aus der europäischen Kartografie und bezieht sich auf das historische Königreich Annam im zentralen Teil der Region. Heute sieht man entlang der Berghänge zahlreiche Dörfer, in denen Familien weiterhin terrassenförmige Felder anlegen und traditionelle Handwerkskunst pflegen, wobei sich die Lebensweise zwischen den laotischen und vietnamesischen Seiten deutlich unterscheidet.
Die drei großen Hochebenen Phouane, Nakai und Bolaven bieten unterschiedliche Klimazonen und Höhenlagen, die sich für verschiedene Arten von Wanderungen und Erkundungen eignen. Wenn man die Region besucht, sollte man bedenken, dass die östlichen Hänge häufig von Wolken und Nebel bedeckt sind, während die westlichen Seiten oft klarer bleiben.
Die Berge beherbergen seltene Tierarten wie den Annamiten-Streifenhasen und den Riesenmuntjak, die nirgendwo sonst auf der Welt vorkommen. Wissenschaftler entdeckten diese Arten erst in den letzten Jahrzehnten, was die Abgeschiedenheit und den Schutz zeigt, den die dichten Wälder über lange Zeit boten.
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