Angkor Thom, Archäologische Stätte in Siem Reap, Kambodscha
Angkor Thom ist eine befestigte Stadt im Zentrum der archäologischen Stätte Siem Reap in Kambodscha, umgeben von hohen Steinmauern und einem breiten Graben. Die Anlage beherbergt mehrere Tempel, Terrassen und monumentale Tore an den Himmelsrichtungen, die in den tropischen Wald eingebettet sind.
König Jayavarman VII gründete die Stadt im späten 12. Jahrhundert als neue Hauptstadt nach der Zerstörung Angkors durch feindliche Truppen. Die Anlage diente bis ins 15. Jahrhundert als politisches und religiöses Zentrum des Reiches, bevor sie allmählich aufgegeben wurde.
Riesige steinerne Gesichter blicken von den Türmen herab und lassen Besucher die buddhistische Weltanschauung spüren, die das Bauwerk prägt. Viele Reliefs an den Mauern zeigen Szenen aus dem Alltag im alten Khmer-Reich, etwa Märkte, Prozessionen und Kämpfe mit Kriegselefanten.
Die meisten Besucher betreten die Anlage durch das südliche Tor, von wo aus sich Wege zu den verschiedenen Strukturen verzweigen. Bequeme Schuhe und ausreichend Wasser sind empfehlenswert, da man zwischen den weitläufigen Ruinen viel zu Fuß unterwegs ist.
Die Brücken, die zu den Toren führen, zeigen auf beiden Seiten lange Reihen von Figuren, die eine Riesenschlange als Seil greifen und so an den Mythos vom Quirlen des Milchozeans erinnern. Diese Darstellung wiederholt sich an jedem der fünf Eingänge und schafft eine symbolische Verbindung zur kosmischen Ordnung.
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