Ihwa Mural Village, Kunstviertel am Berg Naksan in Seoul, Südkorea.
Ihwa Mural Village ist ein Wohnviertel am Hang des Bergs Naksan in Seoul, das mit Wandmalereien, Metallskulpturen und bemalten Treppen überall sichtbar ist. Die Kunstwerke bedecken die Wände von Häusern, Gassen und Gehwegen auf dem hügeligen Gelände.
Das Viertel war lange Zeit ein baufälliger und vernachlässigter Bereich, bis 2006 ein Kunstprogramm begann, umgezogene Künstler einzuladen, um mit Wandmalereien zu arbeiten. Diese Umwandlung zu einem Kunstzentrum zog daraufhin viele Besucher an und veränderte das Gesicht des Viertels grundlegend.
Die Kunstwerke im Viertel spiegeln die Zusammenarbeit zwischen Künstlern und Anwohnern wider, die gemeinsam entscheiden, wie die Wände gestaltet werden. Besucher sehen täglich, wie dieser Aushandlungsprozess das Aussehen der Straßen formt.
Der Besuch ist kostenlos und es gibt keine festen Öffnungszeiten, da es sich um einen Wohnbereich handelt. Bequeme Schuhe sind wichtig, da die Straßen steil sind und aus vielen Treppen bestehen.
Einige der bekanntesten Wandmalereien wurden 2016 von Anwohnern absichtlich übermalt, um gegen Overtourismus zu protestieren. Dieses radikale Ereignis zeigt, wie Einwohner versuchen, ihre Kontrolle über den Wandel ihres Viertels zurückzugewinnen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.