Ihwa Mural Village, Wandgemäldeviertel in Ihwa-dong, Seoul, Südkorea
Ihwa Mural Village ist ein Hangviertel in Ihwa-dong, Seoul, direkt unterhalb des Naksan-Parks. Im Jahr 2006 bemalten etwa 70 Künstler Wände, Unterführungen, Schulen und eine Polizeistation und fügten Installationen wie Stahlfiguren nahe dem Park hinzu. Blumentöpfe, Telefonmasten, Steinmauern und Treppen wurden Teil der Kunst.
Ihwa-dong war ein Daldongnae von Arbeiterfamilien und nach dem Koreakrieg zugezogenen Flüchtlingen. 2006 finanzierte die Kampagne „Art in the City“ des Kulturministeriums das Projekt Ihwa-dong Naksan: Rund 70 Künstler bemalten mit Anwohnern, Studenten und Freiwilligen von September bis Dezember das Viertel. 2013 fügten Künstler und Universitätsstudenten 60 Werke hinzu; im April 2016 entfernten Anwohner Wandbilder und überstrichen die Blumen- und Fischtreppe grau.
Die Kunstwerke im Viertel spiegeln die Zusammenarbeit zwischen Künstlern und Anwohnern wider, die gemeinsam entscheiden, wie die Wände gestaltet werden. Besucher sehen täglich, wie dieser Aushandlungsprozess das Aussehen der Straßen formt.
Der Besuch ist kostenlos und es gibt keine festen Öffnungszeiten, da es sich um einen Wohnbereich handelt. Bequeme Schuhe sind wichtig, da die Straßen steil sind und aus vielen Treppen bestehen.
Die Blumentreppe, 2013 mit farbigen unregelmäßigen Fliesen erneuert, war bis April 2016 das beliebteste Wandbild des Dorfes, als Anwohner sie zusammen mit der Fischtreppe grau übermalten. Der Künstler der weißen Engelsflügel entfernte sein Werk nach dem Besucheransturm durch eine Fernsehsendung 2010 selbst; 2013 malten Studenten es an anderer Stelle neu.
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