Rudny, Industriestadt in der Region Kostanay, Kasachstan
Rudny ist eine Bergbaustadt in der Region Qostanai im Nordwesten Kasachstans, die am Ufer des Flusses Tobyl liegt. Die Eisenerzverarbeitung prägt das Stadtbild mit großen Industrieanlagen und Bahngleisen, die sich durch die Wohngebiete ziehen.
Der Ort entstand ab 1949, nachdem ein Pilot bei einem Flug eine magnetische Anomalie bemerkt hatte, die zur Entdeckung großer Eisenerzlagerstätten führte. In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Siedlung zu einer Stadt mit mehreren Zehntausend Einwohnern heran.
Die Stadt trägt ihren Namen vom russischen Wort für Erz, was die bergbauliche Prägung widerspiegelt. Neben den orthodoxen und muslimischen Gotteshäusern findet man Wohnviertel in sowjetischer Bauweise und moderne Einkaufszentren entlang der Hauptstraßen.
Wegen der kontinentalen Lage fallen die Temperaturen im Winter oft unter minus 25 Grad Celsius und können im Hochsommer auf etwa 30 Grad steigen. Warme Kleidung ist von November bis März unerlässlich, während die Sommermonate heiß und trocken sein können.
Die erste Siedlung trug den Namen Semidesyatipalatinsk, was auf die bis zu 70 Zelte anspielte, die sich nahe dem heutigen Kinogebäude drängten. Aus diesem provisorischen Lager entwickelte sich binnen weniger Jahre eine dauerhaft bewohnte Stadt.
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