Ras El Kelb, Archäologische Höhle nahe Beirut, Libanon
Ras El Kelb ist eine prähistorische Höhle an der libanesischen Küste nördlich von Beirut, die etwa 5 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Die Höhle zeigt mehrere Schichten aus verschiedenen zeitlichen Perioden und enthält Überreste von frühen menschlichen Siedlungen.
Die Höhle wurde erstmals vor etwa 50.000 Jahren von Menschen des Neandertal bewohnt, wie ein gefundener Backenzahn zeigt. Spätere Ausgrabungen in den 1950er Jahren förderten Tausende von Steinwerkzeugen aus verschiedenen Schichten zutage.
Der Ort war einst ein Wohnplatz von Menschen des Mittleren Paläolithikums, die hier ihre Werkzeuge herstellten und nutzten. Die Bewohner jagten in der Küstenregion und hinterließen Spuren ihrer täglichen Aktivitäten in den Schichten des Höhlenlehms.
Der Platz liegt an einem steilen Küstenabschnitt und ist am besten bei gutem Wetter erreichbar, wenn die Wellen nicht zu hoch sind. Besucher sollten auf festen Schuhen kommen, da der Untergrund nass und rutschig sein kann.
Die Höhle wurde im Laufe der Zeit von steigenden Meerespiegeln überflutet, was zu einer komplexen Abfolge von Bewohnungs- und Überflutungszyklen führte. Diese wiederholten Veränderungen prägen die Schichtenfolge und erzählen eine Geschichte des sich verändernden Meeres.
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