Kernavė, Ort in Litauen
Kernavė ist eine archäologische Stätte mit alten Hügeln und Überresten einer Siedlung in der Nähe des Flusses Neris in Litauen. Der Ort zeigt Schichten aus verschiedenen Epochen, von Steinwerkzeugen bis zu mittelalterlichen Befestigungen, die Tausende von Jahren menschlicher Aktivität dokumentieren.
Menschen kamen nach Kernavė, nachdem die Gletscher vor etwa 13 000 Jahren schmolzen, und jagten zunächst Rentiere in der Gegend. In der Eisenzeit entstand hier eine befestigte Siedlung, die sich im 13. Jahrhundert zu einem wichtigen Stammeszentrum entwickelte, bevor sie nach Trakai verlegt wurde.
Der Name Kernavė stammt aus der baltischen Sprache und bezieht sich auf die alte Siedlung an den Hügeln. Die Ortstradition verbindet die Mounds mit Legenden von Priestern und heiligen Feuern, die auf den Bergen brannten, als die Region zum Christentum überging.
Besucher können das Gelände zu Fuß erkunden, wobei Wege zwischen den Hügeln und Ruinen führen, und es gibt ein Museum mit Tausenden ausgegrabener Gegenstände. Parkmöglichkeiten sind vorhanden, und von Vilnius ist die Stätte mit dem Bus oder Auto in etwa einer halben Stunde erreichbar.
Obwohl König Mindaugas oft mit Kernavė verbunden wird, gibt es keine historischen Beweise dafür, dass er dort lebte oder herrschte. Dieser langjährige Irrtum zeigt, wie Legenden und Fakten an historischen Orten verschwimmen.
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