Kurische Nehrung, UNESCO-Welterbe Sandhalbinsel in der Ostsee, Litauen und Russland
Die Kurische Nehrung ist eine schmale Landzunge, die sich zwischen Ostsee und Kurischem Haff erstreckt und heute zu Litauen sowie Russland gehört. Wanderdünen prägen die Landschaft zusammen mit ausgedehnten Kiefernwäldern, die erst im 19. Jahrhundert gepflanzt wurden, um die Erosion zu stoppen.
Abholzung im Mittelalter ließ die Dünen wandern und begrub mehrere Ortschaften unter Sand. Ab der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts begannen preußische Behörden ein Aufforstungsprogramm, das die Landschaft langsam stabilisierte.
Die litauischen Dörfer entlang dieser schmalen Landzunge bewahren die Tradition der Fischerhäuser mit ihren charakteristischen Giebeln und hölzernen Windfahnen. Besucher können diese Bauweise besonders im Ort Nida studieren, wo auch heute noch die Bewohner ihre Gärten nach dem Muster der Vorfahren anlegen.
Eine Fähre verbindet das litauische Festland bei Klaipėda mit dem Anfang der Nehrung, wobei verschiedene Überfahrten für Fußgänger und Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Wer die Wanderdünen besuchen möchte, sollte bei starkem Wind vorsichtig sein, weil der Sand aufgewirbelt wird und die Sicht einschränkt.
Die Düne Parnidis bei Nida zählt zu den höchsten Wanderdünen Europas und ändert jedes Jahr leicht ihre Form und Position. Von ihrem Kamm aus sieht man gleichzeitig das offene Meer und die ruhigen Gewässer des Haffs, was den Kontrast zwischen beiden Seiten der Nehrung besonders deutlich macht.
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