Garama, archäologischer Fundplatz in Libyen
Germa ist eine antike Siedlung im südlichen Libyen, die einst das Zentrum der garamantischen Zivilisation war. Heute sind von der Stadt vor allem Ruinen übrig: alte Mauern, Gräber und unterirdische Bewässerungskanäle, die zeigen, wie die Menschen in diesem trockenen Gebiet überleben konnten.
Die Garamanten ließen sich um 1000 vor Christus in dieser Region nieder und entwickelten eine Gesellschaft, die sich auf unterirdische Bewässerung stützte. Die Stadt Germa wurde zum Zentrum dieser Zivilisation und blühte auf, bis sie um die 7. Jahrhundert n. Chr. wegen Wassermangels, Klimawandel und veränderten Handelsrouten langsam verfiel.
Der Name Germa stammt von den Garamanten, einem Berber-Volk, das die Stadt vor etwa 2000 Jahren gründete und prägte. Die Siedlung war ein Treffpunkt verschiedener Kulturen, wo lokale Traditionen mit Einflüssen aus Griechenland und Rom vermischten und Menschen aus fernen Gegenden zusammenkamen.
Die Ruinen sind über weite Sandflächen verteilt und liegen etwa 160 Kilometer südwestlich von Sabha. Der beste Zeitpunkt zum Besuch ist während der kühler werdenden Monate, wenn die extreme Hitze der Sahara etwas nachlässt und das Erkunden der Überreste angenehmer wird.
Die Garamanten bauten ein riesiges Netzwerk von unterirdischen Kanälen namens Foggaras, um Wasser aus der Tiefe nach oben zu pumpen. Diese Ingenieursleistung aus der Antike könnte das Wasser im Laufe von Jahrhunderten so sehr verbraucht haben, dass es den endgültigen Untergang der Stadt beschleunigte.
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