Abu-Salim-Gefängnis, Gefängnis in Libyen
Abu Salim ist ein großes Gefängnisgelände im Südwesten von Tripolis mit hohen grauen Mauern, kleinen vergitterten Fenstern und Wachtürmen. Die Anlage zeigt Spuren langer Jahre der Vernachlässigung, und leere Flächen innerhalb der Mauern werden heute für den Handel mit Gebrauchtwagen genutzt.
Das Gefängnis wurde unter Gaddafis Herrschaft zu einer der gefürchtetsten Stätten Libyens und diente als Unterkunft für politische Gegner, Schriftsteller und Verdächtigte von Putschplänen. Am 29. Juni 1996 wurden dort etwa 1.200 Gefangene während eines Aufstands in wenigen Stunden hingerichtet, ein Ereignis, das Libyens Aufstand von 2011 half anzutreiben.
Der Name Abu Salim bezieht sich auf einen früheren Religionsführer und ist eng mit Libyens jüngerer Geschichte verbunden. Die Gefängnismauern tragen bis heute Graffiti mit Namen von Verstorbenen, die Besucher als stille Gedenkzeichen wahrnehmen können.
Der Ort liegt in einem staubigen Viertel mit ruhigen Straßen und offenen Bereichen, die leicht zu durchqueren sind. Besucher sollten beachten, dass dies ein ernstes und sensibles Denkmal mit verstärkter Sicherheit ist, daher wird Respekt und ruhiges Verhalten erwartet.
Während eines Aufstands 1996 nutzten Gefangene Zahnpasta, um auf Zigarettenschachteln und Seifen zu schreiben und ihre Hoffnung und Verbindung aufrecht zu erhalten. Diese kleinen Akte der Widerstandsfähigkeit und des Menschseins halfen vielen, durch Jahre der Gefangenschaft zu überleben.
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