Khémisset, Stadt in Marokko
Khemisset ist eine Stadt im nördlichen Marokko und zugleich Hauptstadt der Provinz Khémisset, gelegen auf einem Plateau zwischen Rabat und Meknès. Die Stadt liegt an einer wichtigen Straßenverbindung, die die Atlantikküste mit dem Landesinneren verbindet.
Die Region um Khemisset wurde schon in der Antike besiedelt, wobei Phönizier, Karthager und später Römer die Gegend als Durchgangsroute zwischen Küste und Landesinneren nutzten. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die heutige Stadt aus einem Handelsknotenpunkt, der die wichtigsten Routen Nordafrikas miteinander verband.
Khemisset ist stark von Berberkulturen geprägt, was sich besonders auf den Wochenmärkten zeigt, auf denen Frauen handgewebte Teppiche mit geometrischen Mustern verkaufen. Diese Teppiche werden nach Traditionen gefertigt, die von Generation zu Generation weitergegeben werden und im Alltag der Stadt sichtbar bleiben.
Khemisset liegt an einer gut ausgebauten Autobahnverbindung und ist sowohl aus Rabat als auch aus Meknès gut erreichbar. Im Stadtzentrum lässt sich die meiste Infrastruktur gut zu Fuß erkunden, da die wichtigsten Märkte und Dienstleistungen nah beieinanderliegen.
In der Nähe von Khemisset, am Ufer des Oued Beht, entdeckten Archäologen eine der ältesten landwirtschaftlichen Siedlungen Afrikas, die auf über 5.000 Jahre zurückgeht. Dieser Fund zeigt, dass die Region eine der ersten in Nordafrika war, in der Menschen sesshaft wurden und systematisch Ackerbau betrieben.
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