Muridiyya, Sufistischer islamischer Orden in Touba, Senegal.
Die Mouride ist eine Sufi-Bewegung des Islam mit Zentren in ganz Senegal, wo Anhänger regelmäßig zusammenkommen. Die Gemeinschaften konzentrieren sich auf innerliche Läuterung durch Gebet, Besinnung und das Teilen von Wissen unter Anleitung erfahrener Lehrer.
Der Gründer Cheikh Ahmadou Bamba gründete die Bewegung Ende des 19. Jahrhunderts als Reaktion auf französische Kolonialherrschaft und suchte einen eigenen Weg des Islam. Die Verbreitung der Lehren veränderte die religiöse Landschaft Senegals grundlegend.
Der Name Mouride stammt vom arabischen Wort "mureed" (Schüler) ab und spiegelt die Beziehung zwischen Schülern und ihren geistlichen Führern wider. In den Gemeindezentren kann man sehen, wie diese Beziehungen das tägliche Leben und die sozialen Strukturen prägen.
Die Zentren sind in Städten und Dörfern verteilt und können von Besuchern besucht werden, insbesondere während größerer Versammlungen. Es ist ratsam, lokale Richtlinien zu befolgen und Respekt vor den Räumen und Praktiken zu zeigen.
Der jährliche Grand Magal in Touba zieht Anhänger aus der ganzen Welt an, die sich treffen, um die Lehren zu feiern. Dieses Fest ist eines der größten religiösen Ereignisse Westafrikas und zeigt die internationale Reichweite der Bewegung.
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