Gao, Altes Handelszentrum im östlichen Mali
Die Kommune liegt am Ostufer des Niger auf 226 Metern Höhe und dient als Kreuzung zwischen der Sahara und den südlichen Sahelzonen. Große Dampfschiffe verbinden sie flussaufwärts mit weiter westlich gelegenen Orten und schaffen einen wichtigen Weg für Waren und Menschen.
Eine Fischersiedlung entstand hier im 7. Jahrhundert und wuchs später zu einem Handelszentrum, das im 11. Jahrhundert Hauptstadt eines großen Reiches wurde. Im 15. Jahrhundert ließ ein Herrscher ein bedeutendes Grabmal errichten, das bis heute erhalten ist.
Der Name stammt vom Wort für ‚jagen' oder ‚versammeln', was auf die frühen Fischer und Händler verweist, die sich entlang des Flussufers niederließen. Heute ziehen die Lehmbauten der Altstadt und die Marktviertel Besucher an, die das Leben zwischen Sahara und Fluss kennenlernen möchten.
Die Straße nach Bamako ist asphaltiert und erstreckt sich über 1200 Kilometer durch wechselnde Landschaften. Reisende finden entlang der Route Tankstellen und kleine Raststätten, wobei die besten Bedingungen in der Trockenzeit herrschen.
Vor 2006 setzte eine Fähre zwischen den Ufern über, und viele Bewohner erinnern sich noch an die langen Wartezeiten bei Hochwasser. Die Brücke, die nun das Ostufer mit dem westlichen Teil verbindet, hat den Alltag und den Warenverkehr grundlegend verändert.
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