Selenga, Flusssystem in der Nordmongolei und Burjatien, Russland
Die Selenga entsteht am Zusammenfluss der Flüsse Ider und Delger in der Mongolei und fließt etwa 1.480 Kilometer durch Bergland, Ebenen und Sümpfe in Richtung Osten. Sie durchzieht dabei mehrere mongolische Provinzen und russische Regionen, bevor sie sich in den Baikalsee ergießt.
Ausgrabungen im Einzugsgebiet der Selenga haben Siedlungen aus dem Paläolithikum enthüllt, die durch Steinartefakte dokumentiert sind, die im späten 19. Jahrhundert entdeckt wurden. Diese archäologischen Funde zeigen, dass die Flussregion schon seit sehr alten Zeiten besiedelt war.
Der Fluss verbindet verschiedene Gemeinschaften in der Mongolei und Russland, wo Menschen traditionell fischen, Viehzucht betreiben und an den Ufern Felder bewirtschaften.
Die Selenga ist von Mai bis Oktober schiffbar und verbindet mongolische und russische Siedlungen miteinander. In den Wintermonaten friert der Fluss zu, weshalb Reisen auf dem Wasser dann nicht möglich sind.
Am Baikalsee bildet die Selenga ein etwa 40 Kilometer breites Delta aus, das weitläufige Feuchtgebiete mit seltenen Pflanzen und einer großen Vogelvielfalt schafft. Dieses Gebiet zieht jedes Jahr tausende Zugvögel an und beherbergt über 170 Vogelarten.
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