Agadez, Handelsstadt im zentralen Niger.
Agadez ist eine Marktstadt im zentralen Niger, Hauptort des Départements Tchirozérine, am südlichen Rand des Aïr-Massivs gelegen auf 520 Metern Höhe. Die Lehmbauten verteilen sich um das Zentrum, wo das hohe Minarett die Dächer und staubigen Gassen überragt.
Die Stadt entstand im Mittelalter als Knotenpunkt der Transsahara-Handelsrouten und wurde im 15. Jahrhundert ein wichtiges Zentrum für Salzkarawanen. Die Kolonialzeit brachte Aufstände und Belagerungen, die das Leben der Tuareg-Nomaden und Oasenbauern nachhaltig veränderten.
Der Name leitet sich vom Berberischen ab und bezeugt die alte Rolle als Treffpunkt von Händlern und Hirten. Heute drängen sich Karawanen und Motorräder zwischen den Lehmhäusern, während im Schatten der Innenhöfe Frauen Leder färben und Silber hämmern.
Ein Flughafen verbindet die Stadt mit anderen Regionen, obwohl Reisen ins nördliche Gebiet besondere Vorbereitung erfordern. Die Märkte öffnen am Morgen und bieten Gemüse, Getreide und Handwerksprodukte, die je nach Erntesaison wechseln.
In der Nähe wird Uran abgebaut, und seit 1976 bildet eine Bergbauschule Fachkräfte für die Minen aus. Die Karawanen bringen heute selten noch Salz, sondern eher Waren aus Libyen und Algerien, die auf dem Markt neben Ziegenhäuten liegen.
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