Anne-Frank-Baum, Historischer Baum in Amsterdam-Centrum, Niederlande
Der Kastanienbaum stand im Hofgarten der Keizersgracht 188 und war vom Dachboden des Hinterhauses aus sichtbar. Er erreichte eine solche Höhe, dass seine Äste weit über die umgebenden Mauern hinausragten und den verborgenen Bewohnern einen Blick auf den Himmel boten.
Von Juli 1942 bis August 1944 beobachtete eine junge Tagebuchschreiberin den Baum durch ein unbedecktes Dachfenster. Er bot ihr in den Jahren des Versteckens eine der wenigen Verbindungen zur Natur und zum Rhythmus der Jahreszeiten.
Junge Abkömmlinge wachsen heute an Gedenkstätten und Schulen in mehr als zehn Ländern, wo sie an die Kraft der Hoffnung erinnern. Menschen nutzen diese Orte oft für stille Besinnung, besonders wenn sie über Verfolgung und Widerstand nachdenken.
Der ursprüngliche Baum fiel 2010 einem Sturm zum Opfer, aber seine Nachkommen wachsen weiter in Gedenkgärten weltweit. Besucher können Ableger im Anne-Frank-Haus-Innenhof und an anderen Erinnerungsorten sehen.
In den Seiten des Tagebuchs erscheint der Baum nur drei Mal, doch diese kurzen Erwähnungen wurden weltweit zu einem der bekanntesten Symbole für Hoffnung inmitten von Unterdrückung. Seine Nachkommen wachsen jetzt auf fünf Kontinenten, von Tokio bis Buenos Aires.
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